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3 Fragen zu China an Matthias Fickenscher von der H2O GmbH.

Nach einem spannenden Austausch am 14. Februar 2019 in der IHK Region Stuttgart über die politischen und wirtschaftlichen Ent­wicklun­gen im Jahr des Schweins in China, haben wir Matthias Fickenscher, Geschäftsführender Gesellschafter der H2O GmbH, 3 Fragen gestellt und nach seinem Rezept für einen erfolgreichen Markteintritt in China gefragt.

Matthias Fickenscher (im Bild ganz rechts)

Was war für Ihren Erfolg beim Markteinstieg ausschlaggebend?

Wir hatten den Markt für unser Produkt ausreichend lange analysiert und den perfekten Zeitpunkt abgewartet, an dem die Behörden mit der stärkeren Kontrolle der Umweltbestimmungen begonnen haben. Dies führte dann zu einer steigenden Nachfrage nach unseren nachhaltigen und umweltschonenden VACUDEST Abwasseraufbereitungsanlagen, die eine Kreislaufführung der Produktionsabwässer erlauben. Damit können die Firmen abwasserfrei produzieren und den strengen Kontrollen der Behörden entgehen. Wir haben uns zunächst regional konzentriert, um unsere Kräfte zu bündeln, und konnten dort innerhalb kürzester Zeit unsere Umsätze auf das Niveau unserer etablierten Märkte in Europa bringen.

Welchen Herausforderungen sind Ihnen begegnet?

Die Registrierung der Firma als WFOE in Kunshan hat letztendlich länger gedauert als wir zunächst geplant hatten. Und dass obwohl wir von einer erfahrenen Kanzlei aus Shanghai beraten wurden. Aber selbst wenn Kunshan zum Speckgürtel von Shanghai zählt, so gehört der Industriepark Kunshan administrativ zu einer anderen Provinz. Erst mit Hilfe der Unterstützung der Industrieparkverwaltung konnte der Registrierungsprozess vorangebracht werden.

Was würden Sie nächstes Mal anders machen?

Im Rückblick hätten wir noch mutiger investieren sollen, um beispielsweise alle Expat-Positionen mit chinesischen Kollegen doppelt zu besetzen. Darüber hinaus rate ich jeder Firma frühzeitig das ERP-System des Mutterhauses anzubinden und eine Schnittstelle zum Golden Tax System zu installieren. Das schafft Transparenz, beugt Missverständnissen vor und hilft böse Überraschungen zu vermeiden. Des Weiteren empfehle ich jedem, der auf dem chinesischen Markt mit seinen Produkten in Erscheinung tritt, sich rechtzeitig um einen Marken- und Designschutz seiner Produkte zu kümmern.